Waldbrandübung am Berghäusel fordert Feuerwehren im Lamer Winkel

15.05.2026
Feuerwehr Übung
Eine groß angelegte Waldbrandübung in Thürnstein stellte die Einsatzkräfte aus dem gesamten Lamer Winkel vor eine herausfordernde Aufgabe. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Wasserversorgung in schwierigem Gelände sowie der Zusammenarbeit der zahlreichen eingesetzten Feuerwehren.

Pünktlich um 19:00Uhr „alarmierte“ KBM Kellner mit dem Sammelruf: „Waldbrand im Bereich Berghäusel, schnell ausbreitend“

Umgehend führte das LF 10 der Feuerwehr Thürnstein einen Erstangriff durch.

Zunächst erfolgte die Wasserversorgung für das LF10 über das TLF Lohberg 21/1, ehe anschließend eine Förderleitung vom Oberflurhydrant aufgebaut wurde.

Lange Förderleitungen wurden schnell aufgebaut

Bereits 15 Minuten nach Übungsbeginn konnte bei dieser, 580m langen Förderleitung „Wasser Marsch“ gegeben werden. Diese Leitung wurde durch die die Feuerwehr Thürnstein-Schrenkenthal in Eigenregie aufgebaut.

Die Förderleitung 2 wurde vom Weißen Regen aus in das Einsatzgebiet aufgebaut. Ihre Länge betrug 1,4 km. Die Abschnittsleitung übernahm die Feuerwehr Engelshütt mit dem Fahrzeug Florian Engelshütt 43/1. In dieser Förderleitung waren zudem die Fahrzeuge Haibühl 44/1, Lohberg 40/1, Arnsdorf 44/1, Gotzendorf 44/1, Hohenwarth 41/1 und Arrach 56/1 eingebunden. Bereits 44 Minuten nach dem Ausrücken konnte die vollständige Leitung in Betrieb genommen werden.

Parallel zum Erstangriff wurde eine zweite Wiederstandslienie durch die FF Lam aufgebaut. Als zufahrt nutzt man hier die Rodelbahn welche von Berghäusel in den Lamer Ortsteil Buchet führt.

Als Bereitstellungsraum für weitere anrückenden Kräfte diente das Gelände bei Auto Seidl.

Ausreichend Wasser durch Pendelverkehr

Zusätzlich zu den Förderleitungen wurde ein Pendelverkehr für die zweite Wiederstandslinie durch die TLF´s aus Lohberg und Haibühl eingerichtet. Im weiteren Übungsverlauf übernahm der AB-Saug/Druck der FF Arrach die Wasserversorgung für die Lamer Fahrzeuge.

Insgesamt wurden durch die UG-ÖEL Arrach127 Einsatzkräfte mit 25 Fahrzeugen dokumentiert. Zusätzlich wurde durch die UG ein ausgiebiges Lagebild erstellt.

Bei der Anschließenden Übungsnachbesprechung ließen Einsatzleiter Stefan Menacher und KBM Konrad Kellner die Übung nochmals Revue passieren. Zudem bedankten sie sich bei den Mitgliedern des Katastrophenschutzlagers des Landkreises Cham welche etliche kreiseigene Gerätschaften zur Waldbrandbekämpfung mit gebracht hatten.

Grußworte vom KBR und aus der Politik

Kreisbrandrat Michael Stahl betonte in seinem Grußwort, dass jedes vorhandene Einsatzmittel heute seine Aufgabe hatte. Die Waldstruktur erinnere stark an die Gegebenheiten am Saurüsselkopf, wo noch vor wenigen Tagen einer der größten Waldbrände in Bayern wütete. Gleichzeitig hob er hervor, dass der Schutz der Heimat und der Natur höchste Priorität habe.

Auch der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Lohberg, Hermann Kaml zeigte sich beeindruckt von der Schlagkraft der heimischen Feuerwehren. Er dankte allen Einsatzkräften für ihr Engagement und wünschte ihnen, stets unfallfrei und gesund von ihren Einsätzen zurückzukehren. Mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“ würdigte er den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehren für die Bürgerinnen und Bürger im Lamer Winkel.