Kommandantendienstversammlung im KBM Bereich Lam

10.04.2026
Kreisbrandmeister Konrad Kellner blickte im Rahmen der Kommandanten-Dienstversammlung auf die Einsätze seit Herbst 2025 zurück. Hervorzuheben ist insbesondere ein Brandereignis am 21. September in Thürnstein, das von einem B3- auf einen B4-Einsatz hochgestuft wurde. Dabei bewährte sich die Wasserförderung über lange Schlauchstrecken. Durch das koordinierte Zusammenwirken aller eingesetzten Kräfte konnte ein Wohnhaus erfolgreich geschützt werden.

Ein weiteres bedeutendes Einsatzgeschehen stellte der Silobrand am 7. Oktober in Arrach dar. Beim alarmierten B4-Einsatz wurde ein Spänebunker größtenteils entleert, um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern.

Im Jahr 2025 wurden im KBM-Bereich Lam insgesamt 291 Einsätze abgearbeitet. Auffällig ist dabei der deutliche Anstieg der Brandeinsätze.

Übungsbetrieb und Leistungsprüfungen

Im Rahmen von zwölf Gemeinschaftsübungen wurden verschiedene Einsatzszenarien trainiert. Zu den markanten Übungen zählten unter anderem eine Rettungsübung in der Fürstenzeche sowie die Übung „Flammendes Steindl“. Eine groß angelegte KBM-Übung mit allen neun Feuerwehren fand am 21. Juni in Hohenwarth statt und beinhaltete eine Waldbrandlage mit integriertem Unfallgeschehen. Eine weitere anspruchsvolle Übung wurde am 18. Oktober im Arbergebiet unter Beteiligung mehrerer Feuerwehren durchgeführt.

Seit 1. Januar besteht die Möglichkeit, das Leistungsabzeichen „Ü40 THL“ abzulegen.

Die erste erfolgreiche Abnahme eines Leistungsabzeichens heuer erfolgte bereits bei der Feuerwehr Lam. Weitere Termine sind geplant. Ziel ist es, erfahrene Einsatzkräfte verstärkt einzubinden und die Einsatzbereitschaft der Gruppen zu sichern.

Im Bereich der Leistungsprüfung „Löscheinsatz“ nahmen im vergangenen Jahr vier von neun Feuerwehren teil. Hier besteht weiterhin Entwicklungspotenzial.

Aus- und Fortbildung

Der aktuelle Ausbildungsplan ist über die Seiten des Kreisfeuerwehrverbandes abrufbar. Aufgrund begrenzter Teilnehmerzahlen wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen.

Zu den anstehenden Terminen zählen unter anderem:

  • Einsatztaktik Brandmeldeanlagen (15. April, Bad Kötzting)
  • Ersthelferschulung (18. April, Grafenwiesen)
  • Gefahrgut-Taktiktraining (5. Mai, Cham)
  • Truppführerprüfung (13. Juni, Bad Kötzting)
  • Atemschutzschulungen und Lehrgänge in Furth im Wald
  • MTA-Lehrgang ab 14. September in Haibühl

Zusätzlich finden weitere Fortbildungen, Leistungsprüfungen und Veranstaltungen wie die Aktionswoche sowie die Landesverbandsversammlung in Cham statt.

Zur Unterstützung des Ausbildungsbetriebs werden weiterhin engagierte Ausbilderinnen und Ausbilder gesucht.

Organisatorische Hinweise und Neuerungen

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass im Einsatz die vollständige persönliche Schutzausrüstung zu tragen ist. Für Jugendliche gelten hierbei gesonderte Vorgaben.

Eine Anpassung erfolgte beim Einsatzstichwort „eCall ohne Spracherwiderung“. Die Erstalarmierung wurde reduziert, kann jedoch lageabhängig erweitert werden.

Im Rahmen des Projekts „Herzklopfen“ erfolgt die Alarmierung der Feuerwehr bei Reanimationen innerhalb eines Radius von drei Kilometern, sofern kein HvO-Standort verfügbar ist.

Die Umstellung im Funkwesen schreitet weiter voran: Die Abschaltung des Analogfunks ist für den 30. Juni vorgesehen.

Die nächste Gemeinschaftsübung im Frühjahr wird am 15. Mai durch die Feuerwehr Thürnstein ausgerichtet.

Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UGÖEL)

Der Leiter der UGÖEL, Martin Silberbauer, informierte über die Aufgaben der Einheit. Diese unterstützt den örtlichen Einsatzleiter insbesondere bei der Lageerkundung und Koordination größerer Schadenslagen.

Die rechtliche Grundlage bildet das Bayerische Katastrophenschutzgesetz. Neben Einsätzen im Katastrophenfall werden im Landkreis Cham auch koordinierungsbedürftige Ereignisse, wie beispielsweise Vermisstensuchen, durch die UGÖEL begleitet.

Im vergangenen Jahr war die Unterstützungsgruppe bei insgesamt 14 Einsätzen im Einsatz.

Aktuelles aus der Jugend- und Verbandsarbeit


Inspektionsjugendwart Daniel Iglhaut informierte über den Bezirksentscheid im Landkreis Cham, der am 23. Mai in Roding stattfindet. Die Jugendwarte werden gebeten, mit ihren Jugendgruppen teilzunehmen, um den Bundeswettbewerb aktiv zu bewerben. Mittlerweile stehen hierfür auch entsprechende Teilnehmerabzeichen zur Verfügung.
Zudem kündigte Iglhaut eine Anpassung der Abnahmerichtlinien zur Jugendflamme an: Am Tag der Abnahme muss der Jugendliche das 12. Lebensjahr vollendet haben. Für die Stufen II und III ist weiterhin der jeweilige Jahrgang ausschlaggebend.
Besonders hob er die Bedeutung der Jugendleistungsprüfung hervor, die als wichtigstes Abzeichen innerhalb der Deutschen Jugendfeuerwehr gilt. Die Führungskräfte wurden dazu aufgerufen, den Jugendlichen die Teilnahme zu ermöglichen. Im aktuellen Jahr sind die Jahrgänge 2008 bis 2011 zugelassen.
Für die Abnahme der Jugendspange am 25. Juli in Haibühl gilt eine Neuerung: Die Teilnahme ist künftig auch in Staffelstärke möglich. Gemischte Gruppen sind ausdrücklich erlaubt, ebenso Zusammenschlüsse über Gemeindegrenzen hinweg.
Die Vorbereitung auf den diesjährigen Wissenstest kann in Kürze beginnen. Das Thema lautet „Schläuche, Armaturen und Leinen“. Alle relevanten Informationen zu Abnahmen, Wettbewerben und Richtlinien stehen auf der Homepage der Deutschen Jugendfeuerwehr sowie gebündelt auf der Seite des Kreisfeuerwehrverbandes zur Verfügung.
Auch die Kinderfeuerwehrolympiade Mitte Mai wirft bereits ihre Schatten voraus.


Rückblick und Ausblick im Inspektionsbereich


Kreisbrandinspektor Andreas Bergbauer bedankte sich für die geleisteten Stunden und das große Engagement. Ein besonderer Dank galt dem Kreisbrandmeister, dem mit Applaus Anerkennung gezollt wurde.
Der Landkreis Cham ist in diesem Jahr Ausrichter der Landesfeuerwehrverbandstagung. Hierfür werden rund 400 Übernachtungen benötigt. Bergbauer betonte die Notwendigkeit der Unterstützung aller Feuerwehren, insbesondere bei Transportaufgaben mit Mehrzweckfahrzeugen zu den Unterkünften.
Im Rahmen der Veranstaltung wird zudem die sogenannte „Haix-Challenge“ durchgeführt – eine Herausforderung für Atemschutzgeräteträger, die als zusätzliche Motivation für die Feuerwehren dient.
In der zweiten Oktoberwoche steht der Heißbrandcontainer in Furth im Wald zur Verfügung. Dieser wird für die landkreisweite Ausbildung im Atemschutz genutzt.
Aufgrund fehlender Abnehmer wird voraussichtlich in den kommenden drei Jahren keine Altkleidersammlung durchgeführt.
Ramona Koller bleibt weiterhin Ansprechpartnerin für die Kinderfeuerwehren im Inspektionsbereich. Für die Position eines stellvertretenden Inspektionsjugendwarts wird aktuell noch eine geeignete Person gesucht.


Ehrungen und Organisation


Die Feuerwehren werden gebeten, Vorschläge für verdiente Kameradinnen und Kameraden zeitnah einzureichen. Diese sollen im Rahmen einer Ehrung gewürdigt werden. Zur Unterstützung wurde eine entsprechende Bewertungsmatrix bereitgestellt.
Die Ehrungen des Kreisfeuerwehrverbandes finden im Sparkassensaal in Cham statt und werden finanziell unterstützt. Anmeldeschluss für das Folgejahr ist der 30. November.
Für das Pilotprojekt eines LF10 hat bereits eine Feuerwehr aus dem Inspektionsbereich Interesse bekundet. Gemeinsame Ausschreibungen bieten hierbei finanzielle Vorteile.
KBI Bergbauer betonte die gute und enge Zusammenarbeit mit den Kommunen und sprach hierfür seinen Dank aus.


Grußwort aus der Kommunalpolitik


Lohbergs Bürgermeister Franz Müller bestätigte die funktionierenden Strukturen innerhalb der Feuerwehren. Gleichzeitig wies er auf die steigenden Anforderungen und zunehmenden Vorschriften hin.
Er rief dazu auf, die Feuerwehr weiterhin tatkräftig zu unterstützen, und unterstrich die zentrale Bedeutung der Jugendfeuerwehren für die Zukunft. Abschließend wünschte er allen Einsatzkräften, stets gesund von ihren Einsätzen zurückzukehren.