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Chronik der Feuerwehr-Inspektion Bad Kötzting vorgestellt

Das Chronikbuch ist fertigMan kann es wahrlich als Mammut-Projekt bezeichnen, die über 400 Seiten starke Chronik um die Geschichte des Feuerwehr-Inspektionsbereichs Bad Kötzting und seinen ursprünglich 50 Feuerwehren.

Über zwölf Jahre hat ein Team, bestehend aus historisch interessierten Feuerwehrmitgliedern, Heimatforschern und weiteren Helfern in staatlichen, privaten und Feuerwehrarchiven recherchiert, alte Zeitungsberichte gesichtet, die vielen Informationen zusammengetragen und sortiert.

Nach der Festlegung von Struktur und Inhalt entstand letztlich das Layout. Nach hunderten Stunden Arbeit konnte am vergangenen Donnerstagabend nun das Ergebnis beim Festauftakt zum 150-jährigen Bestehen der Inspektion der Öffentlichkeit präsentiert werden: Die ersten Exemplare dieses einmaligen Druckwerks konnten übergeben werden. Neben Landrat Franz Löffler, BRK-Präsident Theo Zellner, dem Vorsitzenden des Bezirksfeuerwehrverbandes der Oberpfalz, Kreisbrandrat Fredi Weiß, Ehrenkreisbrandrat und Ehrenschirmherr Johann Weber, Schirmherr und Kreisbrand Michael Stahl waren zahlreiche ehemalige und amtierende Feuerwehr-Führungskräfte der Einladung ins Konzerthaus nach Blaibach gefolgt.

Nach einem einleitenden Sektempfang konnte Kreisbrandinspektor Andreas Bergbauer neben den Ehrengästen auch Abordnungen der 48 noch existierenden Feuerwehren, die jemals dem KBI-Bereich zugehörig waren, zahlreiche Bürgermeister, Vertreter der Feuerwehr-Spielmannszüge des KBI-Bereichs sowie natürlich das Chronikteam willkommen heißen.

KBI Bergbauer bei der EröffnungDas Blaibacher Konzerthaus sei bewusst als Örtlichkeit für diesen Anlass gewählt worden, so KBI Bergbauer bei seiner Einführung. Für ihn gebe es einen klaren Zusammenhang zwischen der Chronik und dem Konzerthaus. Vor bereits 200 bis 300 Jahren haben berühmte Komponisten wie Bach oder Beethoven Werke geschaffen, die der Nachwelt bis heute erhalten geblieben sind. Die Mitglieder des Chronikteams seien auch in gewisser Weise „Komponisten“, denn sie haben dieses einmalige Werk geschaffen, so Bergbauer. Nicht nur historische Dokumente und Daten, auch Abbilder der Gegenwart sind in dem Buch enthalten und können so künftigen Generationen ein Leitfaden für den ehrenamtlichen Feuerwehrdienst sein. Sein Vorgänger im Amt als Kreisbrandinspektor, der heutige Kreisbrandrat und Schirmherr Michael Stahl, war es, der dieses Projekt ins Leben gerufen und stets vorangetrieben habe. Das Chronikteam habe daraufhin mehrere Jahre in unterschiedlicher Zusammensetzung trotz vieler Rückschläge und Stillstände nie aufgegeben, so Andreas Bergbauer abschließend.

Der Leiter des Chronikteams, Fabian Fischer, stellte im Anschluss den ersten Teil des Buches vor, in dem chronologisch die wichtigsten Ereignisse im Feuerwehrwesen der vergangenen 150 Jahre dargestellt sind. Von der Gründung der ersten Feuerwehren über deren technische Entwicklung bis hin zur Motorisierung in den Feuerwehren erläuterte der Redner das Geschehen in Auszügen.

Fabian Fischer beim VortragNach der schwierigen Zeit während und nach den Weltkriegen konnten die Feuerwehren durch ihr Engagement, der technischen Entwicklung und der neuzeitlichen Ausbildung bald ein hohes Sicherheitsniveau für die Bevölkerung bieten. Wesentlichen Anteil daran hatten auch die ehemaligen Führungskräfte, die in der Chronik ebenfalls eingehend vorgestellt werden. Gravierende Veränderungen ergaben sich durch die Gebietsreform 1972 und der Abspaltung der Feuerwehren der Marktgemeinden Neukirchen beim Heiligen Blut und Eschlkam in den neuen Inspektionsbereich Furth im Wald im Jahre 1979. In den Folgejahren stellten besondere Ausbildungsveranstaltungen und Großübungen aber auch Großbrände und Hochwassereinsätze die bemerkenswertesten Ereignisse dar, so Fischer.

 

Silke Breu übernahm den zweiten Teil der Chronikpräsentation. Sie zeigte Ausschnitte aus den über 250 Seiten voller Informationen zu jeder einzelnen Feuerwehr des Bereichs, den früher existierenden Werkfeuerwehren und den sieben Spielmannszügen. Daneben erläuterte sie die Entwicklung des Kreismotorlöschzugs, der Jugendarbeit im Inspektionsbereich und den Frauen in der Feuerwehr.

Silke Breu beim Vortrag

 

 


Kreisbrandinspektor Andreas Bergbauer oblag es, den letzten Teil der Chronikvorstellung zu moderieren. So beinhaltet das Werk beispielsweise die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren aus dem Nachbarland Tschechien, die aktuellen Führungskräfte sowie die Sondereinheiten in seinem Bereich. Bergbauer sprach von „Wahrhaftiger Dankbarkeit“ gegenüber seinem Amtsvorgänger, Michael Stahl, dem Chronikteam sowie den unzähligen weiteren Helfern, darunter der Mediendesignerin Martina Schlecht aus Hohenwarth. Auch honorierte der KBI die Unterstützung seitens des Fördervereins und nicht zuletzt dankte er der Abordnung des Blaibacher Spielmannszuges, die den Abend mit mehreren Musikstücken untermalte, sowie der Feuerwehr Blaibach mit deren Vereinswirt Wolfgang Rösch und allen weiteren Helfern, die zum Gelingen dieses Abends beigetragen haben. Im Anschluss übergab Kreisbrandinspektor Andreas Bergbauer die ersten Exemplare der Chronik an Landrat Franz Löffler, Ehrenkreisbrandrat und Ehrenschirmherr Johann Weber, Schirmherr und Kreisbrandrat Michael Stahl, den Vorsitzenden des Bezirksfeuerwehrverbandes der Oberpfalz, Kreisbrandrat Fredi Weiß sowie Blaibachs Bürgermeister Wolfgang Eckl.

Landrat Franz Löffler sprach davon, dass man „Momente wie in dieser Stunde genießen solle“. Landrat Löffler beim GrußwortDiese Chronik zeuge von Menschen, welche die Heimat gestaltet haben. Einer allein könne den Feuerwehrdienst nicht erfüllen, auch damals nicht, so Löffler. Respekt zollte er allen Mitwirkenden für diese Arbeit, die neben dem normalen Feuerwehrdienst geleistet wurde. „So ein Werk bleibt auf ewig“, so der Landrat.


KBR Michael Stahl beim Grußwort

Kreisbrandrat Michael Stahl erzählte von den Anfängen der Chronik, deren Idee ihm vor fast 14 Jahren in den Sinn gekommen war. „Das wäre was“, dachte er anfangs. Nur Berichte und Fotos können festhalten, was in 150 Jahren passiert sei. Leider lebe die junge Generation mehr in der Gegenwart. Doch gut, dass es Menschen gebe, die schon lange vor seiner Idee Dokumente und Bilder zur Feuerwehr gesammelt hatten, so KBR Stahl. Auch wenn manche Rückschläge weh getan hätten, so sei dieses Buch „ein ganz großes Stück dokumentierte Vergangenheit geworden“. Dank richtete Mike Stahl an seinen Nachfolger im Amt, KBI Andreas Bergbauer, der diese Arbeit fortgeführt und vollendet hat sowie an alle Beteiligten.

In gemütlicher Runde wurde der Abend bei einem kleinen Imbiss offiziell beschlossen und die Anwesenden nutzten die Zeit nicht nur um in der Chronik zu blättern, sondern sich auch über diverse Themen auszutauschen.

 

Erhältlich ist das Buch bei den Kreisbrandmeistern Alexander Beier, Heinz Schötz und Josef Pritzl sowie bei Kreisbrandinspektor Andreas Bergbauer. Weiterhin kann die Chronik ab Montag in der Tourist-Info Bad Kötzting sowie bei Schreibwaren-Bücher Andreas Roider in Lam für 35 Euro erworben werden. Natürlich kann es auch über unser Bestellformular angefordert werden.

Am 4. Mai folgt der Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten mit einem Gottesdienst um 18.30 Uhr in der Stadtpfarrkirche Bad Kötzting mit anschließendem Festakt im Saal des Hotels zur Post in Bad Kötzting.

Bericht und Bilder von WebTeam-Mitglied Alexander Ziereis

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